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BMW Motorrad International GS Trophy 2020 Ozeanien. Tag 3. Durch die Rimutaka-Berge nach Süden

Wainui, Neuseeland.

Heute wollte die BMW Motorrad International GS Trophy 2020 mit einem konzertierten Vorstoß nach Süden den Tag in unmittelbarer Nähe zur Cookstraße beenden, um morgen für die Überfahrt zur Südinsel bereit zu sein. Zunächst waren jedoch fast 350 km auf Waldwegen und asphaltierten Straßen durch die endlosen Hügelformationen von Wairarapa zurückzulegen, die durch naturbelassene Wälder und über idyllische Ebenen führten. Danach ging es zurück an die atemberaubende Ostküste und die Rimutaka-Berge wurden überquert. Im Busch, am Rande von Wellington, der Hauptstadt Neuseelands, wurde schließlich das Camp aufgeschlagen.
GS Trophy 2020 - Day 4

GS Trophy 2020 – Day 4
press.bmwgroup.com

Frühstück gab es wieder um 5:30 Uhr, noch vor der Morgendämmerung, und die GS Fahrer erlebten erneut einen grandiosen Sonnenaufgang am Pazifik, diesmal über dem Riff in Castlepoint. Nach weniger als einem Kilometer erwartete sie bereits die erste Challenge des Tages, der Beach Drift. Dabei trat ein Teilnehmer aus jedem Team zu einem Zeitfahren auf tiefem Sand an, anschließend hatte er einen aus flacherem Sand bestehenden Abschnitt hin und zurück zu durchqueren, bevor er in einem vorgegebenen Bereich präzise zum Stehen kommen musste. Dem tiefen Sand mussten viele Teilnehmer Tribut zollen: Sie kippten entweder um oder blieben im Sand stecken. Davon war auch das bisher so unfehlbare Team Südkorea betroffen.
Weiter ging es auf einem Landwirtschaftsweg mit hartem Untergrund, der an spektakulären Klippen vorbei nach Waimimi führte, einer kleinen Ansiedlung, die aus einer Handvoll Bauernhöfe bestand. Hier bogen die Fahrer landeinwärts in Richtung Masterton ab, der Marktstadt von Wairarapa. Auf schnellen Straßen und kurvenreichen Schotterwegen, setzten die Fahrer ihre Fahrt vorwiegend durch naturbelassenen Wald in östlicher Richtung fort. Auf 536 m, dem höchsten Punkt bei Pariwhariki, sahen sie in der Ferne die eindrucksvolle Tararua-Range, die mit bis zu 1300 Meter hohen Gipfeln die Grenze der Südhälfte der Nordinsel bildet.
Nach einer Tank- und Kaffeepause im malerischen historischen Städtchen Martinborough fuhren sie nach Osten – nicht nach Süden! – auf den Schotterpisten weiter, die zum legendären White Rock bei Pahaoa führen. Der schwarze Sandstrand steht in einem scharfen Kontrast zum weißen Solitärfelsen, der sich der gewaltigen, tosenden Brandung entgegenstemmt – als Badeplatz denkbar ungeeignet! Unterhaltung bot den Fahrern hier die Leatt Neck Brace Challenge, bei der sie ihre Handschuhe wie bei einer Zielwurfübung in die aufgestellten Nackenstützen werfen mussten.
Auf der letzten Tagesetappe jagten die GS Fahrer auf der unter Motorradfahrern berühmten Rimutaka Hill Road durch die Rimutaka-Berge – einem bei Wellingtoner Motorradfahrern beliebten Wochenendziel. Die Kurven machen Spaß. Jede Seite der Straße (deren höchste Stelle auf 725 m liegt) grenzt an eine dichte natürliche Buschlandschaft mit Manuka-Bäumen, Buchen, Kohlbäumen, Hebepflanzen und Farnen. Neuseeland – fast so, wie es zu der Zeit war, als Captain Cook hier landete.
Die Aktion war aber noch keineswegs zu Ende: Erneut mussten die Teams einen Fahrer für die letzte Challenge des Tages auswählen: für das Trial, einen gewundenen Pfad, der durch Gehölz und einen Fluss am Rande des Buschlandes führte, das an den heutigen Zeltlagerplatz grenzte. Natürlich war es ein Wettkampf gegen die Uhr – mit Zeitstrafen für Fußabsetzen und Motorabwürgen.
Der Tag endete wie gewohnt spät, die Nachtruhe wurde dagegen früh eingeläutet, da die GS Trophy morgen bereits weit vor Morgengrauen mit der Inter Island Ferry zur Südinsel aufbricht.
Zitate:
Andrea Padovani, Team Italien:
„Die GS Trophy verlangt uns Fahrern enorm viel ab. Ihr Spirit ist aber wunderbar. Jeden Tag geben wir Vollgas, um unsere Ziele zu erreichen. Manchmal ist es schwer, manchmal leicht; wir bleiben am Ball und schauen, was jeder Tag bringt. Die Tage sind anstrengend, weil wir viele Stunden Motorrad fahren, aber wir genießen es, weil die Landschaft so schön ist – Neuseeland ist einfach umwerfend – anders als alle anderen Länder, die wir kennen. Die Sena-Kommunikation hat uns viel Spaß gemacht, heute sind wir mit den Australiern gefahren, die sehr viel reden! Gestern aber sind wir mit dem ersten Frauenteam gefahren, das von uns dasselbe behauptete. Trotzdem stellt Sena für uns eine Herausforderung dar, weil wir als Italiener nicht nur mit der Stimme, sondern auch mit den Händen und dem Gesichtsausdruck sprechen!“
Brandon Grimsted, Team Südafrika:
„Dieses Event ist spannend, ungemein aufregend und absolut nervenaufreibend. Wir haben viel unterstützendes Feedback von unseren Fans und Freunden aus der Heimat bekommen. Wir stehen auf dem zweiten Platz un  liegen damit gut im Rennen. Wir lassen die letzten Tage hinter uns und preschen weiter nach vorn. Heute sind wir schlecht gestartet – BJ (Vosloo) war beim ersten Test vielleicht zu aggressiv. Cobus (Theron) liebt technisch anspruchsvolles Fahren und überzeugte beim Trial mit einer fehlerfreien Fahrt. Ein guter Tag. Neuseeland verschlägt mir die Sprache, es ist ein atemberaubendes Land!“
Cleuci Ronzella, Team Brasilien:
„Ein tolles Event! Die Ausblicke sind grandios, die Strecken ebenso – jetzt müssen wir uns aber ausruhen. In den vergangenen drei Tagen sind wir enorm viel Motorrad gefahren. Unsere Gefühle können wir einfach nicht in Worte fassen. Eine unglaubliche Erfahrung. Wir hoffen, uns in den nächsten Tagen steigern zu können. Wir werden bestimmt noch zu unseren Stärken finden.“
BMW Motorrad International GS Trophy 2020
Ozeanien. Tag drei, Gesamtwertung:
1. Südkorea 157 Punkte
2. Südafrika 146
3. Niederlande 145
4. Frankreich 142
5. Italien 133
6. USA 124
7. Australien 122
8. Russland 114
9. Lateinamerika 111
10. Brasilien 109
11. Mexiko 105
12. Argentinien 101
13. Nahost 93
14. Großbritannien 79
15. Indien 78
16. Skandinavien 77
17. Malaysia 67
18. Japan 62
19. Nordafrika 62
20. Thailand 62
21. Int. Frauenteam I 43
22. Int. Frauenteam II 30

Pressemeldung BMW Group